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Bewerbungstipps: So überzeugst du

Mitarbeiterin in der Zentrale

Das gehört zu einer guten Bewerbung

Für eine überzeugende Bewerbung gibt es ein paar Regeln zu beachten, schließlich möchtest du gleich einen guten Eindruck hinterlassen. 

Eine vollständige Bewerbung enthält Anschreiben, Lebenslauf und relevante Zeugnisse. Wichtig sind drei Dinge: Vollständigkeit (alles, was in der Stellenanzeige verlangt wird, ist dabei), fehlerfreie Rechtschreibung und eine klare, persönliche Motivation — warum du dich für genau diese Stelle interessierst und warum du dafür der richtige Mensch bist.

 

Wecke unser Interesse: Tipps für das Anschreiben und den Lebenslauf

Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Telefon- und Videointerview
Mitarbeiter arbeitet am Computer

Das erste persönliche Kennenlernen ist heute oft per Telefon oder Video. Eine ruhige, professionelle Umgebung ist entscheidend.

Was wird besprochen?

Im Telefoninterview klären wir gemeinsam die Rahmenbedingungen deiner möglichen Einstellung — z. B. das Eintrittsdatum. Außerdem stellen wir Fragen zu:

  • Deinen Bewerbungsunterlagen
  • Deiner Motivation für die Stelle
  • Deinen Fähigkeiten und Vorerfahrungen
  • Was du schon über das Unternehmen weißt
  • Wie du dir den Job konkret vorstellst

Zeitversetztes Videointerview: Du nimmst deine Antworten in kurzen Videosequenzen auf — meist 2-3 Minuten pro Frage. Vorbereitung ist hier umso wichtiger.

Das Assessment-Center: Das Auswahlverfahren mit mehreren Bewerbern

Tipps fürs Interview
Duales Studium Mitarbeiter
  • Sorge für eine ungestörte Gesprächsatmosphäre: Tür zu, Handy stumm, Mitbewohner informieren
  • Bereite dich auf Fragen zum Unternehmen und zu deiner Motivation vor
  • Überlege dir eigene Fragen, die du stellen möchtest
  • Pünktlich sein, auch am Telefon: 5 Minuten vorher bereit
  • Bei Video: Kamera in Augenhöhe, Hintergrund neutral, Licht von vorne
  • Pro-Tipp: Mailbox-Ansage prüfen, wenn das Unternehmen anruft und du nicht drangehst, bekommen sie deine Mailbox zu hören
  • Notizen ablegen, aber nicht ablesen: Stichpunkte reichen

Das Online-Assessment — der digitale Eignungstest

Ein Online-Assessment ist ein Test, den du online und meist zu einem Zeitpunkt deiner Wahl durchführst.

Was wird getestet?Unsere Tipps fürs Online-Assessment

Im Test musst du Aufgaben lösen, die dein Denkvermögen und die Denkgeschwindigkeit testen. Typisch sind:

  • Rechen- und Logikaufgaben
  • Sprachverständnis (Lückentexte, Synonyme)
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Konzentrationsaufgaben unter Zeitdruck
  • Persönlichkeits-Fragebogen
  • Lege Block und Stift bereit
  • Sorge für eine ungestörte Arbeitsatmosphäre (Tür zu, Handy aus)
  • Plane genug Zeit ein — du kannst den Test eventuell nicht unterbrechen
  • Lies die Aufgabenstellung gründlich, bevor du anfängst zu rechnen
  • Bei Persönlichkeitstests: ehrlich antworten, nicht "erwünscht" antworten — die Tests erkennen Lügen
  • Vorab üben: kostenlose Beispieltests gibt es auf karrierebibel.de oder plakos.de

Das Vorstellungsgespräch

Bewerbungstipps nach Zielgruppe

Je nach Lebenssituation gelten andere Schwerpunkte. Hier die wichtigsten Hinweise für deine Phase.

Schüler (Praktikum, Schülerjob)
Du hast noch keine Berufserfahrung und das ist okay. Konzentriere dich auf das, was du hast.

  • Schule + Klasse + Schulform nennen
  • Hobbys, ehrenamtliches Engagement, Vereine zählen
  • Babysitting, Tutorings, Ferienjobs zählen als Erfahrung
  • Bei vielen Unternehmen brauchst du kein Anschreiben, Lebenslauf reicht
  • Eltern-Unterschrift bei Pflichtpraktikum nicht vergessen

Auszubildende & Berufseinsteiger
Du hast einen Abschluss in der Hand, jetzt geht es um den ersten echten Job.

  • Praktika und Werkstudententätigkeiten betonen
  • Konkrete Beispiele für gelernte Fähigkeiten geben
  • Motivation für die spezifische Branche erklären
  • Soft Skills mit Beispielen aus Schule/Studium belegen
  • Realistische Gehaltsvorstellung haben (im Voraus recherchieren)

Berufserfahrene
Du wechselst die Stelle: Arbeitgeber wollen wissen, was du mitbringst.

  • Erfolge konkret machen: "X Prozent Umsatzsteigerung", "Team von Y geführt"
  • Wechselgrund proaktiv erklären (Entwicklungswunsch, neuer Standort, etc.)
  • Anschreiben fokussiert auf den Mehrwert für den neuen Arbeitgeber
  • Gehaltsvorstellung kann selbstbewusster gestellt werden
  • Empfehlungsschreiben oder LinkedIn-Empfehlungen ergänzen

Quereinsteiger

Du wechselst die Branche und die Hauptfrage des Recruiters ist: Warum?

  • Im Anschreiben sofort die Motivation für den Wechsel erklären
  • Übertragbare Skills herausstellen (z. B. "Projektmanagement aus altem Job")
  • Bereitschaft zur Weiterbildung explizit zeigen
  • Gehaltsvorstellung ggf. anpassen: Quereinstieg = oft Junior-Level
  • Online-Kurse, Zertifikate, Eigeninitiative betonen

Was unsere Recruiter wirklich überzeugt

Drei Stimmen aus unserem Team und was sie in über 5 Jahren Recruiting gelernt haben.

Was mich am meisten beeindruckt sind konkrete Beispiele. Wenn jemand schreibt "Ich bin teamfähig", geschenkt. Wenn jemand schreibt "Im Schulpraktikum habe ich mit drei anderen ein Aktionsregal aufgebaut, das Mehrumsatz gebracht hat": den lade ich ein.

Anna, 32
Recruiterin · 4 Jahre Erfahrung

Im Vorstellungsgespräch sind eigene Fragen Gold wert. Wer drei gut vorbereitete Fragen mitbringt, signalisiert mir: dieser Mensch will hier wirklich hin. Wer keine Fragen hat bekommt von mir auch nicht den Job.

Michael, 45
Senior Recruiter · 12 Jahre

Das größte Tabu ist für mich lügen. Sprachen, die nicht beherrscht werden, erfundene Praktika, solche Dinge fliegen im Gespräch meistens auf. Lieber eine kleinere Lücke ehrlich erklären, als sie zu kaschieren.

Sarah, 38
Recruiting-Leiterin · 14 Jahre

FAQ rund um deine Bewerbung