Ablauf des Abiturientenprogramms Logistik: Drei Jahre, drei Abschlüsse
Deine wöchentliche Arbeitszeit im Abiprogramm Logistik liegt, je nach Bundesland/Tarifgebiet, zwischen 37-39 Std./Woche. Diese Arbeitszeit teilt sich in Praxis sowie Theorie auf.
Generell gliedert sich das Abiturientenprogramm Logistik in drei Abschnitte bpw. Phasen:
Abschnitt 1: Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik
Der erste Schritt ist eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Diese dauert normalerweise 3 Jahre. Im Abiturientenprogramm bei Lidl absolvierst du diese jedoch in nur 18 Monaten. Die Arbeit unterteilt sich dabei grundsätzlich in Theorie- und Praxisphasen. Die Phasen sehen dabei wie folgt aus:
- In der Theoriephase besuchst du die Berufsschule. In der regulären Ausbildung sind Azubis 1-2 Tage die Woche dort, im Abiturientenprogramm gibt es 2-wöchige Theorieblöcke, um die Prüfungen in kürzerer Zeit absolvieren zu können.
- In der Praxisphase bist du vor Ort im Einsatz im Logistikzentrum und durchläufst alle Stationen, die du als späterer Teamleiter benötigst. Dabei startest du etwa mit dem Bereich Wareneingang, in dem die neue Ware angeliefert wird oder in der Warenbereitstellung, in der die Produkte für die Filiale kommissioniert werden.
Abschnitt 2: Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister
Nachdem du deine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik abgeschlossen hast, folgt im nächsten Schritt die Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister. Diese ist bundesweit einheitlich geregelt und du machst eine Abschlussprüfung bei der IHK. Danach bist du „Geprüfter Logistikmeister“. Themen sind dabei z.B. Einkauf, Handelslogistik und Beschaffung, aber auch (Unternehmens-)Führung und Personalmanagement. Die Weiterbildung dauert bei Lidl 1.5 Jahre.
Abschnitt 3: Ablegen des Ausbilderscheins
Im letzten Schritt machst du deinen Ausbilderschein. Genauer spricht man auch von der Ausbildungseignungsprüfung. Dieser befähigt dich, später auch eigene Auszubildende betreuen zu können. Dabei musst du nachweisen, dass du einige wichtige Ausbildungsmethoden beherrschst, aber auch das Grundwissen, bestehend aus den Grundpfeilern Recht, Organisation, Pädagogik und Psychologie. Auch der Ausbilderschein ist bundesweit einheitlich geregelt und anerkannt.